Internet by call

Eine Variante von diaup-IP ist Internet by call.
Der Unterschied zu dialup besteht darin, dass hier kein Benutzerkonto (account) erforderlich sit und der Nutzer sich nicht als berechtigter Nutzer ausweisen muss (was ja üblicherweise mit Nuterzname+Passwort geschieht).

In diesem Fall ist die Nutzung der IP-Transportdienste völlig anonym, sofern sie datenschutzrechtlich korrekt ausgestaltet wird. Die Nutzung der IP-Trnasportnetzes (von der dialup-Infrastruktur über das Backbone des Anbieters bis zum den Peerings? wird als Mehrwertdienst über die Telefonrechnung abgerechnet und ist damit höchstens einem Anschlußinhaber aber nicht tatsächlich einem Nutzer zuzuordnen; das wird besonders bei zwei Varianten dieser Technik deutlich.

Internet-Café

Die Nutzung in einem Internet-Cafe stellt eine Variante von Internet-by-call dar, auch wenn hier idR. gar keine dialup-Verbindungen im Spiel sind und der Nutzer nicht nur für IP-Transportdienste sondern auch für die zeitweise Nutzung eines PC oder PC-artigen Gerätes (z.B. Internet-Kioskterminal mit Münzeinwurf) bezahlt.

Funktional besteht zu Intenet-By-call kein Unterschied.

Public WLAN

Eine junde Variante stellt die Nutzung von sog. WLAN-Hotspots? dar, bei der diverse verschiedene Varianten der Abrechnugn um einen Platz auf der Liste der etablierten Systeme buhlen.

Als besonders aussichtsreich gelten dabei das (nicht-anonyme) Verfahren der Abrechnung über ein vorhandenes Benutzerkontom z.B. Handyrechnung (Schweiz: Natel) und das Verfahren über Prepaid-Vouchers.

Diese Voucher sind typisch kleine Pappkarten in der Größe einer Kreditkarte mit einem eindeutigen Code unter einem "Rubbelfeld". Der Nutzer "kauft" so eine Karte, also eigentlich die IP-Transportdienstleistung und ggf. einige Dienste drumherum (Funkfrequenz am Hotspot, sofern man ds nicht als Teil des IP-Transportnetzes des Anbieters sehen will).
Typisches Abrechnungsmodell ist hier eine zeitlich begrenzte Transportleistung z.B. für 2 Stunden ab erster Nutzung.

Auch hier erfolgt die Nutzung völlig anonym. Zwar gibt der Nutzer einen "Namen" und ein "Passwort" ein, diese entnimmt er aber dem Voucher, sie sind seiner Person nicht zugeordnet. Diese Authentisierungsmerkmale dienen nur der Erfassung des Zeitkontingentes.

Technisch gesehen besteht wieder kaum ein Unterschied zu Internet-by-call.
Genau genommen sind die verbreiteten WLAN-Protkolle IEEE 802.11, 802.11a, 802.11b und 802.11g verbindungslos, stellen also keine Verbindungen her.
Dennoch könne über dieses wie andere verbindungslose Träger TCP-Verbindungen aufgebaut werden, weil IP so genügsam ist, was das Trägermedium angeht. Gerade das ist ja eine der Stärken, die IP so verbreitet hat.

Wegen der Verbindungslosigkeit von WLAN bedarf es eines beträchtlichen Aufwandes, den Kunden dennoch zu verfolgen und zu verhindern, dass derselbe Voucher (oder derselbe per SMS zugestellte "Pincode") misbräuchlich von zwei oder mehr Personen gleichzeitig genutzt wird. Dazu wird eine Art von Verbindung kontruiert, die der Kunde mittels der Authentifizierungsmerkmale des Voucher initiiert, vomit der Voucher dann entwertet wird.
Um dennoch zu erlauben, dass der Kunde einen Voucher mehrfach nacheinander benutzt, ist der erheblcihe Aufwand erforderlich und es kann sehr interessant sein, die Evolution der entsprechenden Verfahren zu beobachten - kaum ein Kabarettprogramm bietet bessere Unterhaltung.


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