Wie ist das legal? So!

In einem Tweet fragt mein Landesvorsitzender, wie das legal sein könne:

Er bezieht sich auf die Meldung, dass Samsung dsa Aufladen von Note-7-Akkus jetzt verhindert:

Aber Sorry, Simon, da muss ich Dir entgegentreten.
Einen Vorwurf mache ich Dir nicht, oder nur ein klein wenig.
Es ist ja Dein Job, den Du dankenswerter Weise übernommen hast und auch gut machst, Aufmerksamkeit zu erzeugen für unser politisches Tun – und pointierte Äußerungen wie dieser Tweet sind dafürim Grunde schon richtig.

Aaaaaber.
Grad im konkreten Fall ist es eben imho. völlig legal – ja sogar geboten.
Die betroffenen Note-7 Geräte stellen eine Gefahr für die Öffentlichkeit dar, denn die Akkus entzünden sich nun mal selber, wenn sie nur ein winziges Bischen Druck bekommen und die zu dünn konstruierten Isolatoren an nur einer Stelle durchbrechen.

Samsung hat daher m.E. alles richtig gemacht: all Käufer wurden informiert, konnten ihre Geräte zurückgeben oder (gegen ein kleineres aber weitgehend gleichwertiges) umtauschen und das alles ohne Kosten für den Käufer.

Und wer dieses faire Angebot nicht angenommen hat, der wäre nun eigentlich selber schuld, wenn sein Note-7 einen Brand auslöste.
Aber schon wegen der amerikanischen Vorstellung von einem Haftungsrecht kann sich Samsung dieses Restrisiko nicht leisten: im Zweifel würden auch in Zukunft Zerstörungen, die von einem durchgehenden Note-7-Akku ausgegangen wären, Samsung angelastet statt dem Eigentümer, der bewusst und willentlich diese bekannte Gefahrenquelle nicht beseitigt hat.

Daher kann ich Samsungs Vorgehen absolut nachvollziehen, ja ich heisse es gut.

Und ich denke, dass wir Piraten gut daran tun, uns auf die Skandale zu konzentrieren, die wirklich problematisch sind.
Es gibt ja genug Android-Lieferanten, die bis heute das StageFright-Scheunentor offen stehen lassen.
Und so weiter.

Also: Sorry, Simon, das kannst Du (wie ich ja weiss) besser!

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